Über Schamanismus

Wer sich mit dem Thema Schamanismus beschäftig, wird vermutlich sehr schnell von der Vielfältigkeit und seiner Potenz fasziniert sein!

Schamanismus ist nicht nur die älteste Heiltradition der Menschheit, sondern wurde und wird in Asien, Afrika, Australien, dem ganzen amerikanischen Kontinent, Europa und Grönland – ja auf der ganzen Welt – und in allen Kulturkreisen praktiziert.

Auch wenn die „Ausprägungen“ kulturell unterschiedlich sein können, so haben sie doch alle das „animistische Weltbild“ gemeinsam, welches besagt, dass alles eine „Seele“ oder einen „Geist“ besitzt (Allbeseeltheit). Also nicht nur Menschen, Tiere, Pflanzen sondern auch Berge, Flüsse, Meere, die Elemente…

Neben dem, wie wir im Alltag in der Regel unsere Welt – die „alltägliche Wirklichkeit“- wahrnehmen gibt es für die Menschen dieser Weltanschauung auch eine „nichtalltägliche Wirklichkeit“ oder „Anderswelt“. In diese kann man mit einem erweiterten Bewusstsein eintauchen, um dann mit Unterstützung der spirituellen Helfer und Helferinnen, Antworten für die Lösung von Problemen Einzelner oder der Gemeinschaft zu erlangen oder auch, um Heilung zu bitten.

Traditionell war dies die Aufgabe der Schamanen bzw. der Schamaninnen des Stammes. Sie haben sich selbst mit rhythmischen Instrumenten oder Pflanzen in Trance versetzt, konnten so in die nichtalltägliche Wirklichkeit gelangen und haben sich dort mit der Kraft und dem Geist, der in allem wohnt verbunden. Sie hatten in ihrer Gemeinschaft eine Vielzahl an Funktionen inne und konnten und können die geistige Seite einer Krankheit heilen, verlorene Seelenanteile zurückbringen, wichtige Informationen für alle Fragen des Alltages erhalten sowie den Verstorbenen beim Übergang helfen.

Jahrtausende lang hing das Überleben einzelner und vor allem das der Gemeinschaft von diesen „Brückenbauern“ ab! Die Tatsache, dass dieser Weg Jahrtausende überlebt hat und heute noch existiert, zeigt wie machtvoll diese Arbeit letztendlich ist!

Dass wir heutzutage einen sicheren Weg, eine Methode kennen, mit der jede/r die „nichtalltägliche Wirklichkeit“ bereisen kann, verdanken wir vor allem Dr. Michael Harner, einem amerikanischen Anthropologen. In seinen jahrzehntelangen Forschungsreisen hatte er das Privileg, viele verschiedene schamanische Traditionen rund um den Globus kennen zu lernen und in deren Lehren einzutauchen. Mit diesem reichen Erfahrungs- und Erlebnisschatz hat er den sogenannten „Core Schamanismus“ (www.shamanism.eu/de/core-schamanismus) entwickelt, dessen Kernelement die „schamanische Reise“ ist. Ihm verdanken wir auch die Gründung der „Foundation of Shamanic Studies“ (www.shamanism.eu), die sich vor allem der weltweiten Bewahrung, der weiteren Erforschung und der Lehre des schamanischen Wissens widmet.

Aus schamanischer Sicht gibt es drei allgemeine Ursachen für Krankheiten

  1. Da ist zum einen der Verlust der persönlichen Kraft, der sich in Depression, chronischer Krankheit oder zahlreichen Missgeschicken ausdrücken kann, die dem Betroffenen widerfahren.
  2. Oder der Verlust eines Teiles unserer Seele, unserer Essenz. Dieser kann sich während eines seelischen oder körperlichen Traumas wie zum Beispiel bei Unfällen, Operationen, Missbrauchserfahrungen, Kriegserlebnissen, Naturkatastrophen oder anderen für die betreffende Person schrecklichen Erlebnissen ereignen. Auch ein Seelenverlust kann sich u.a. in Form von Depression oder chronischer Erkrankungen aber auch durch Immunschwäche, Suchtneigung, posttraumatischem Stress-Syndrom oder Koma äußern. In diesen Fällen wird mit Hilfe der geistigen HelferInnen eine Seelenrückholung durchgeführt, welche den verlorenen Seelenanteil zurückbringen. Eine Integration dessen ist im Anschluss in der Regel erforderlich.
  1. Blockaden oder negative Energien breiten sich immer dann in einem Menschen aus, wenn er seine Kraft oder Teile seiner Seele verloren hat. Auch diese können Krankheiten verursachen und sollten dementsprechend „entfernt“ bzw. eingeladen werden zu gehen.

Schamanische Einzelbegleitung:

Bei einer schamanischen Einzelbegleitung wird mit der Unterstützung der spirituellen Helfer und Helferinnen geschaut, was die Ursache des Anliegens/ des „Problems“ ist. Dieses wird dann, ebenfalls mit Hilfe der Spirits aufgelöst. Je nach Ursache kann dies das Zurückbringen von Teilen deiner Kraft oder eines verlorenen Seelenanteils oder aber das Entfernen von fremden Energien (Energien welche nicht zu dir gehören) sein.

Im Anschluss an die energetische Arbeit findet meist noch eine persönliche Arbeit oder ein kleines Ritual statt, welches die zurückgebrachten Anteile integriert. Dies ist vor allem nach einem Verlust eines Seelenanteils wichtig.

Eine schamanische Einzelarbeit kann hilfreich sein, wenn du

  • Zu den Wurzeln eines Themas bzw. eines Problems (auch gesundheitlicher Art) gelangen möchtest.
  • Du einen ganzheitlichen Ansatz suchst
  • Du ein diffuses Gefühl von nicht „vollständig sein“ hast.
  • Du dich Energie -und Kraftlos fühlst
  • Um eine weitere Sicht auf das Thema zu bekommen, welches dich beschäftigt.
  • Oder du ganz einfach neugierig und an persönlichem Wachstum interessiert bist

Schamanisches Reise
Nach einer kurzen Einführung in die Grundgedanken des Schamanismus und den Ablauf einer schamanischen Reise begeben wir uns – unterstützt durch die Schläge der Trommel – auf eine Reise in die „Nichtalltägliche Wirklichkeit“. Die schnellen Trommelschläge ermöglichen es uns, unser Bewusstsein zu erweitern und die Schleier zwischen der sichtbaren und der nicht-sichtbaren Welt zu durchtrennen um dann mit unseren spirituellen Helfern und Helferinnen, unserem Krafttier oder unserem „Lehrer“ in Kontakt zu kommen. Diese unterstützen uns auf unserem Weg zu mehr Ganzheit, sei es durch Informationen oder indem sie direkt mit uns auf energetischer Ebene arbeiten.

Die schamanische Reise ist für alle Menschen unabhängig von ihrem Alter und ihrer Kultur erlernbar. Vor allem Kinder tun sich in der Regel besonders leicht, da bei ihnen die „Schleier“ noch nicht so dicht sind.

Die Einführung ins schamanische Reisen dauert ca 2.5 Stunden und kann sowohl alleine wie auch in einer Gruppe bis zu 6 Personen stattfinden.

Was mich an dieser Methode so begeistert, ist, dass ich damit ein „Handwerkszeug“ parat habe, welches es mir ermöglicht selbstständig an meinen Themen, an meiner Heilung und persönlichen Entwicklung zu arbeiten. Habe ich einmal den Kontakt zu meinen helfenden Spirits hergestellt, sind sie präsent und unterstützen mich in allen von mir gestellten Fragen. Durch ihre Sichtweise bekommen wir wie ein größeres Bild – einen Überblick – über eine Thematik/ eine Situation. Meine Lehrerin Sandra Ingerman (www.sandraingerman.com) meinte einmal, die Spirits könnten ein ganzes Fußballfeld im Blick haben und wüssten genauestens, was dort geschehe, während wir selbst wie ein Spieler auf dem Feld seien und nur einen kleinen Ausschnitt wahrnehmen würden.